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Titelbild: Hexenhäuschen © Jürgen Schneider
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Die Vorweihnachtszeit ist auch die Zeit des Bastelns und Selbermachens im Jahr. Selten werden so viele Menschen kreativ, wie in dieser Jahreszeit. In der Zeit des totalen Überkonsums und der stetig wachsenden Anzahl an Gutscheinen, die aus Mangel an Ideen verschenkt werden, ist etwas selbstgemachtes nach wie vor eine Möglichkeit, den Beschenkten zu zeigen, dass man sich Zeit genommen hat, um etwas Einmaliges zu verschenken.

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Hexenhäuschen

Ein DIY-Hexenhäuschen ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch „verwertbar“. Man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und sie dekorativ sogar den Empfängern anpassen und schmücken. Man braucht etwas Geschick und auch Geduld, vor allem, wenn etwas nicht gleich so funktioniert, wie man gerne hätte. Aber dafür können sich die Ergebnisse auch sehen lassen und die Überraschung ist in jedem Fall gelungen!

Eine schöne DIY-Geschenkidee

Zutaten

Bei den Zutaten könnt Ihr Eurer Fantasie freien Lauf lassen. Erlaubt ist, was gefällt und Euch schmeckt. Hier ist Eure Kreativität gefragt. Unterschätzt nicht die Flächen, die Ihr dekorieren müsst, habt lieber etwas mehr in der Hinterhand, als zu wenig. Letztlich wird sicher auch nichts verderben, falls etwas übrig ist.

 

Bei den Zutaten und Dekorationsmöglichkeiten sind Euch keine Grenzen gesetzt

Vorbereitung

Brettchen

Als Unterlage könnt Ihr Brettchen, am Besten aus Holz nehmen. Wollt Ihr es besonders persönlich, gibt es auf jedem Weihnachtsmarkt Stände, bei denen Ihr sogar einen Namen in ein Holzbrett eingravieren lassen könnt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihr diese in jedem Jahr wiederverwenden könnt. Runde Formen haben sich bewährt, es können aber auch alle anderen Formen genutzt werden.

Den „Leim“ anrühren

Damit alles schön hält und nicht zusammenkracht benötigt Ihr einen guten „Klebstoff“. Dazu 250 Gramm Puderzucker mit dem Eiweiss von 1 Ei mischen. Am besten ist es, nicht mit einem Mixer zu arbeiten, sondern langsam und händisch zu rühren. Wenn Ihr zu schnell rührt, verliert der Kleber die entscheidende Konsistenz, was besonders bei den Zapfen später wichtig ist. Diese Menge reicht auf jeden Fall, um 1-2 Häuschen zu kleben.

Sonstiges

Für die Rückseite schneidet Ihr Euch ein „Steckmoos“ zurecht, an welchem Ihr das Häuschen ausrichten könnt. Außerdem können hier am Ende einige Zweige zur Dekoration befestigt werden. Sucht Euch eine Arbeitsfläche, auf der Ihr genügend Platz habt und die mehrere Tage nicht anderweitig gebraucht wird, da Ihr die Häuschen teilweise über Nacht stehen lassen müsst und unnötige Bewegungen während den einzelnen Arbeitsschritten vermeiden solltet.

Erste Schritte

Nun geht´s aber endlich los: Für den Boden und die Seitenwände nehmt Ihr quadratische Schokolade. Diese lässt sich gut verarbeiten, passt ideal zusammen und ist stabil. Spart nicht am „Kleber“. Wenn das Haus später verrutscht, ärgert Ihr Euch nur. Für mehr Stabilität könnt Ihr die Wände abstützen. Wartet mit dem nächsten Schritt, bis die Zuckermasse gut angetrocknet ist.

Wände

Nehmt zum Schneiden der Vorderseiten ein scharfes Messer, sonst habt Ihr das Risiko, dass die Schokolade Euch zerbricht. Wenn Ihr die erste Schräge geschnitten habt, nehmt diese als Vorlage für die weiteren Vorderwände. So bekommt Ihr sie gleichmäßig, so dass sie später auch zusammen passen.

Für die Seitenwände verwendet Ihr ebenfalls quadratische Schockolade, für die Vorderseite klassische, rechteckige 100-Gramm Tafeln. Es empfielt sich, alles gut zu fixieren und zu befestigen. Ihr könnt auch Vorratsdosen nehmen, die Ihr um die Wände herumstellt, so dass sie stabil fixiert bleiben. Nachdem die Wände komplett sind, solltet Ihr den „Rohbau“  einen Tag im Warmen trocken lassen.

Das Dach

Um das Dach drauf zu setzen, müsst Ihr die Blöcke zum Abstützen raus nehmen. Inzwischen sollte der Rohbau gut getrocknet sein. Für das Dach benutzt Ihr 200-Gramm-Tafeln Puffreisschokolade. Die Unterseite idealerweise glätten, damit sie eben ist und später besser passt. Die Tafel in der Mitte teilen und die Schnittkanten zu je 45 Grad abschrägen, so dass sie zusammenpassen. Dann könnt Ihr das Dach oben und am Haus verkleben. Im Anschluss sollte das fertige Haus mehrere Tage stehen bleiben, damit der „Kleber“ aushärten kann. Je länger es aushärten kann, desto stabiler könnt Ihr danach damit arbeiten.

Die Dekoration – Teil I

Nachdem alles gut angetrocknet ist, können die Seiten und die Front dekoriert werden. Wenn Ihr ein Schneemann oder ähnliches vor das Haus setzen wollt, dann auch in diesem Schritt. Auch hier nutzt Ihr wieder den gleichen Kleber, wie schon beim zusammenbauen der Wände. Das Dach und der Vordergarten wird in diesem Schritt noch nicht dekoriert. Dies folgt in einem späteren Schritt.

Das Häuschen steht und die Front ist bereits dekoriert

Die Zapfen

Für die Zapfen nutzt Ihr das selbe Rezept, das Ihr bereits bei Eurem Klebstoff verwendet habt. Den „Leim“ anrühren. 250 Gramm Puderzucker mit dem Eiweiss von 1 Ei mischen. Am besten ist es, nicht mit einem Mixer zu arbeiten, sondern langsam und händisch zu rühren. Wenn Ihr zu schnell rührt, verliert der Kleber die entscheidende Konsistenz, was besonders bei den Zapfen später wichtig ist.

Tipp: Eine Ladung „Leim“, der einen Tag alt ist mit einer neuen Mischung verrühren. Dabei könnt Ihr ein wenig mit der Konsistenz spielen und ausprobieren, wann sie sich am besten dazu neigt, verwendet zu werden.

Für das anbringen der Zapfen braucht Ihr zwei Messer. Die Zapfen mit einem normalen Messer rühren und ziehen. Anschließend zügig mit einem zweiten, möglichst spitzen Messer an das Dach drücken. So macht Ihr rundherum die erste Reihe mit Zapfen an das Dach fest. Drauf achten, dass keine Spitzen über das Dach herausstehen. Diese können einfach mit einem Messer geglättet und entfernt werden.

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Bei den Zapfen ist eine ruhige Hand und viel Geduld gefragt. Lasst Euch nicht entmutigen, falls es beim ersten mal nicht gleich gelingt!

Nachdem die ersten Reihe hängt, lasst Ihr das Haus eine Nacht lang stehen. Vermeidet jede Art von Erschütterung und unnötigen Bewegungen. Es kann immer sein, dass Euch einige Zapfen – auch später noch – herunter fallen. Hier ist Geduld gefragt. Am nächsten Tag könnt Ihr dann die zweite Reihe Zapfen nach dem selben Schema am Dach (zwischen den ersten Zapfen) befestigen.

Anschließend könnt Ihr selbst entscheiden, ob Ihr noch eine dritte Reihe Zapfen anbringen wollt, oder ob noch Lücken vorhanden sind, die Ihr füllen möchtet. In diesem Fall solltet Ihr das Häuschen wieder eine Nacht trockenen lassen, so dass die bereits vorhandenen Zapfen gut getrocknet sind.

Tipp: Die Brettchen vor den ersten Zapfen auf ein Küchentuch oder ähnliches stellen. Damit sie leicht drehbar sind und nicht ruckeln. Bei zu starken Bewegungen des Hauses während die Zapfen noch nicht vollständig ausgehärtet sind, fallen diese schnell runter. Wenn Ihr mit den Zapfen fertig seid, lasst das Häuschen abermals 1-2 Tage stehen, damit die Zapfen richtig aushärten können.

Die Dekoration – Teil II

Jetzt könnt Ihr schließlich das Dach und den Garten dekorieren. Hier ist wieder Eure Kreativität gefragt. Den Schornstein könnt Ihr zum Beispiel aus Dominosteinen bauen und anschließend noch ein wenig Watte als als Rauch hinzufügen. Ein schöner Vorgarten rundet das Häuschen ab. Ganz am Ende könnt Ihr für den letzten Schliff noch 2-3 kleine Fichte-Ästen (ca. 25-20cm lang) in das Steckmoos stecken und damit seid Ihr fertig und habt ein schönes, selbstgemachtes Geschenk, dem man auf jeden Fall Eure Arbeit ansehen wird!

Das fertige Hexenhäuschen!
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Mehrere fertige Häuschen nach getaner Arbeit!

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