Mainradweg Bank

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Titelbild © Große Bank kurz vor Würzburg, Michael K. Kärchner
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Acht Tage von Bamberg bis Aschaffenburg

Dieses Jahr stand der Mainradweg auf dem Programm. Der Main ist mit 527 Kilometern Fließstrecke einer der längsten Nebenflüsse des Rheins. Die Quelle entspringt im Fichtelgebirge und erst am Rand der Stadt Kulmbach vereinigen sich die beiden Quellflüsse zum eigentlichen Main.

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Tag 1: Von Bensheim per Bahn nach Bamberg

Mit dem Zug ging es von Bensheim über Frankfurt nach Bamberg, die Anreise verlief ohne Schwierigkeiten. Am Abend stand die Besichtigung der Stadt auf der Agenda. Bamberg liegt in Oberfranken und ist Universitätsstadt, was man an den Abendstunden am Wochenende merkt, wenn sich die Gassen füllen und Leben in die zahlreichen Kneipen, Bars und Restaurants zieht. Das Studentenviertel ist hierfür ein beliebter Anlaufpunkt. Neben den vielen Brauereigaststätten sind auf jeden Fall der Grüne Markt, das alte Rathaus und der Dom eine kleine Besichtigung wert. Der Abend endete mit einer kleinen aber feinen Bierprobe und der Sichtung diverser Nachtwächter, bei denen man die berühmten Nachtwächtertouren buchen kann.

Tag 2: Von Bamberg nach Schweinfurt, ca 62 km 

Bei etwas kühlen Temperaturen von 12 Grad ging es am nächsten Tag auf´s Rad. Kurz an der Regnitz entlang wurde der Main recht schnell gefunden und es ging Richtung Schweinfurt los. Man trifft auf den Beginn (oder das Ende?) des Main-Donau-Kanals. “Von Bierfranken nach Weinfranken” lautet die Überschrift im Radreiseführer und ziemlich schnell konnte man die Weinberge entlang des Mains entdecken. Eine lohnenswerte Pause kann man in Zeil am Main machen. Eine sehr schöne, kleine Stadt mit einladendem Marktplatz und einer schönen Altstadt. Angekommen in Schweinfurt ging es am Abend in den Hirschkeller. Eine Empfehlung, die man durchaus weitergeben kann. Ein äußerst gemütlicher Biergarten und gutes, regionales Essen gibt es hier zu finden.

Tag 3: Von Schweinfurt nach Kitzingen, ca 58 km

Auf der Etappe von Schweinfurt nach Kitzingen ist mein unbedingter Tipp, einmal in Volkach Halt zu machen und dort eine Pause einzulegen. Eine sagenhaft schöne Innenstadt mit abwechslungsreicher Bewirtschaftung. Gerade an sonnigen Tagen ist hier viel los und man kann sich gemütlich niederlassen und das bunte Treiben beobachten. Inzwischen läuft der Radweg beinahe immer direkt am Main entlang und ist sehr angenehm zu fahren. Allgemein ist der Mainradweg sehr gut ausgebaut und führt beinahe ausschließlich auf asphaltierten Wegen entlang.

Tag 4: Von Kitzingen nach Würzburg, ca. 44 km

Am vierten Tag führte der Weg in die wunderschöne Stadt Würzburg. Wer auf diesem Abschnitt nach ein paar schönen Stationen für eine Pause sucht, sollte sich auf jeden Fall die Ochsenfurter Altstadt und/ oder Sommershausen ansehen, beides direkt am Radweg. Ohne große Umwege kann man hier gut Rast machen. In Würzburg lohnt es sich auf jeden Fall, eine Übernachtung einzuplanen.

Kleinstadtheld-Lesetipp:
Plastikfreies Bensheim

Auch für einen Wochenendtrip ist die Stadt bestens geeignet. Natürlich solle man in Würzburg einmal über die alte Mainbrücken schlendern, hier ergeben sich auch sehr schöne Bildmotive. Einen tollen Biergarten findet man am Alten Kranen am Mainkai und super essen kann man am Marienplatz im Wirtshaus Lämmle (Probiert unbedingt die Flädlesuppe!). Wem zu späterer Stunden dann noch nach einem kleinen Umtrunk zumute ist, dem sei das Irish Pixie in der Kamelitenstraße empfohlen.

Tag 5: Von Würzburg nach Lohr am Main, ca. 52 km

Der Mainradweg ist nach wie vor nicht nur super ausgebaut, sondern führte jetzt beinahe stetig bergab, was das Fahren noch viel angenehmer macht. Nachdem man aus Würzburg den Weg raus gefunden hatte erwartete einen eine wunderbare Natur, ein toller Blick links und rechts am Main entlang und viele Biergärten, welche direkt am Radweg gelegen sind und zur Pause einladen. Einen schönen Zwischenstopp kann man in Gemünden am Main machen. Am kleinen, gemütlichen Marktplatz gibt es ausreichend Möglichkeiten die Sonne zu genießen, gut zu essen oder sich einfach ein Eis zu holen und am Brunnen zu entspannen. Die “Schneewitchenstadt” Lohr am Main, der heutige Zielpunkt ist ein kleines aber feines Städtchen mit einer schönen Fußgängerzone. Wie eigentlich überall hat man hier eine große Auswahl, zu Abend zu essen. Wer hier übernachten möchte sollte sich einmal die Frühstückspension “7 Zwerge” anschauen. Sehr freundliches Personal und ein leckeres Frühstück wartet hier auf alle Reiselustigen.

Tag 6: Von Lohr am Main nach Wertheim, ca. 54 km

Die vielleicht schönste Etappe der gesamten Tour. Nahezu pausenlos führt der Radweg am Main entlang, begleitet von Weinreben und zahlreichen Schlössern und kleinen Burgen, die auf den Anhöhen über dem Main thronen. Heute fährt man durch das schöne Marktheidenfeld, wo sich eine Pause direkt am Main lohnt, bevor es weiter geht. Die Innenstadt von Wertheim gleicht einem Mekka für Radfahrer. Die Stadt liegt nicht nur am Main, sondern ist auch Start- oder Zielpunkt für alle, die auf den Tauberradweg wollen. Demnach sieht man überall, auch in den Restaurants und Kneipen immer mal wieder den einen oder anderen Fahrradhelm oder Radreiseführer auf den Tischen liegen, während deren Besitzer geschäftig die nächste Etappe am planen ist. Meine unbedingte Empfehlung für abends ist die Wirtschaft Zum Ochsen und hier das Brauergulasch, unbedingt probieren!

Tag 7: Von Wertheim nach Obernburg am Main, ca. 58 km

Am vorletzten Tag führte die Etappe durch das malerische Miltenberg, in dem man unbedingt eine Pause einplanen sollte. Auch dieses Stück des Radweges gehört mit zu den schönsten Etappen der Tour. Man kann gemütlich fahren, der Radweg ist nach wie vor hervorragend ausgebaut. Ein weiterer Tipp ist eine kurze Rast in Klingenberg, genauer im Cafe Ebert. Dieses befindet sich auch direkt am Radweg und man hat einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Ruine Clingenberg. Im Cafe Ebert findet man eine große Auswahl an leckeren Kuchen und Torten und kann dort, direkt über dem Main den Blick und die Sonnenstrahlen genießen.

Tag 8: Von Obernburg am Main nach Aschaffenburg und zurück nach Bensheim, ca. 25 km

Die letzte Etappe nach Aschaffenburg war nicht all zu groß, denn hier ging es direkt per Bahn wieder zurück nach Bensheim. Aber auch ein längerer Aufenthalt in Aschaffenburg ist sicherlich lohnenswert. Wer möchte, kann den Main noch weiter in Richtung Frankfurt und Mainz fahren, bis dieser zwischen Ginsheim-Gustavsburg und Mainz-Kostheim in den Rhein mündet.


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