Mannschaftskoffer

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Titelbild © Werkzeugkoffer, Michael K. Kärchner
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“Hat jemand Tape dabei?” “Hast Du zufällig ein Regelbuch einstecken?” “Wer hat denn mal ´ne gelbe und rote Karte für mich? Ich muss gleich pfeifen!” Immer gut ausgerüstet sein. Das ist als Trainer natürlich eine Selbstverständlichkeit, oder? Ich muss zugeben, bei mir war es nicht immer so.

Zu Beginn meiner Trainerzeit wusste ich noch gar nicht, welche Utensilien sich denn im Laufe der Zeit als nützlich erweisen würden aber natürlich ist es immer von Vorteil, wenn man beispielsweise einen Zollstock dabei hat. Gleiches gilt noch für viele andere Kleinigkeiten, die man entweder als Trainer oder aber auch als Team zur Hand haben sollte.

In meiner Zeit als Abteilungsleiter hatte ich das für die Heimspiele zumindest irgendwann mal so gelöst, als dass ich einen eigenen Schrank angeschafft hatte, welcher im Regieraum unserer Halle steht. Dort werden alle möglichen Gegenstände gelagert: Ob Spielbögen, Ballpumpen, Springseile oder auch Erste-Hilfe-Zubehör. Die Mannschaften können sich heute nur schwer vorstellen, dass es diesen Schrank “nicht schon immer” dort gab. Aber natürlich gab es auch eine Zeit davor.

Der Mannschaftskoffer

Als ich ein paar Jahre Trainer war und es immer wieder die gleichen Fragen gab, wer denn jetzt eigentlich was dabei hat (was man so rund ums Spiel noch braucht) habe ich mir irgendwann kurzerhand einen kleinen Werkzeugkoffer angeschafft (gibt es in allen möglichen Formen, Modellen und Preisklassen) und diesen als kleinen “Mannschaftskoffer” genutzt. Fortan hatten wir als Team immer alles wichtige dabei und niemand konnte etwas “vergessen”. Natürlich gibt es auch professionelle Betreuerkoffer, nur sind diese meistens alles andere als günstig, so dass ein kleiner Werkzeugkoffer eine prima Alternative ist.

In diesem Artikel möchte ich Euch diese Idee kurz vorstellen und auch beschreiben, wie der Koffer bei uns immer gefüllt war. Natürlich kann das jeder Trainer und jede Mannschaft an die eigenen Bedürfnisse beliebig anpassen.

Tape

Immer dabei: Ein paar Rollen Tape in verschiedenen Größen. Da es Tape nicht unbedingt geschenkt gibt, kann man es aus der Mannschaftskasse zahlen und damit kann es auch jeder nutzen… Manche Spieler/Innen haben aber auch lieber ihr “eigenes” Tape dabei, das ist ganz unterschiedlich.

Regelheft

Mindestens ein Regelheft gehört in den Koffer! Besser sind natürlich zwei, solltet Ihr zum Beispiel mal auf einem Turnier spielen und gleichzeitig auf einem oder mehreren Feldern pfeifen. Außerdem kann auch so immer mal wieder eines von den Nicht-Schiedsrichtern auch ausgeliehen werden, um sich beispielsweise auf die Schiedsrichterprüfung vorbereiten zu können.

Kühlspray

Von den praktischen Dosen sollte immer eine in Mannschaftsnähe griffbereit sein. Logo, wenn man sie nicht braucht ist das natürlich auch gut so. Aber schaden kann es auf keinen Fall, denn auch bei kleineren, nicht so schlimmen Verletzungen ist Kühlung immer ein sehr gutes Allheilmittel.

Schiedsrichterpfeifen

Ein allseits beliebtes Vergesserlie. Die Pfeife. Meist nur von einer wirklichen Minderheit, die gewissenhaft ihre Sporttasche packt jedes mal dabei. Von der Mehrheit allerdings oft vergessen. Es schadet nicht, einfach immer mal ein paar Ersatzpfeifen im Koffer zu haben. Auch und gerade auf Turnieren, auf denen vielleicht auch mal die Nicht-Schiedsrichter einen Satz übernehmen, ist es immer praktisch, welche griffbereit zu haben.

Kleinstadtheld-Lesetipp:
Aufgaben delegieren, Mitglieder einbinden: Wie man eine Saison mit vielen Teams planen kann!

Zollstock (3m)

Ich finde es heute immer noch erstaunlich, wie gut viele Trainerinnen und Trainer in der Lage sind, das Netz auf den Millimeter genau mit der Hand abmessen zu können. Zumal es in so einem Fall auch tatsächlich immer genau auf den Punkt richtig aufgebaut zu sein. Das mal jemand hingeht und sagt “Hmm, noch 1,5cm höher in der Mitte” habe ich noch nie erlebt. “Passt!” ist da irgendwie der Standard. Also bitte, schafft Euch mal ein Maßband oder einen Meter an und messt das Netz ordentlich nach. Es ist übrigens der Verantwortungsbereich der Schiedsrichter, dass das Netz auf der richtigen Höhe hängt!

Natürlich kann man diesen auch noch beliebig weiter füllen. Kugelschreiber, Pflaster oder eine Ballpumpe. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Man kann als Mannschaft die Verantwortung für den Koffer auch rotieren lassen, so bindet man jeden ein. Zusätzlich hatte ich auch noch immer jede/n aus meinen Teams unterschreiben lassen, was aus heutiger Sicht auch eine sehr schöne Erinnerung ist.


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2 Gedanken zu “Alles dabei: Der “Werkzeugkoffer” für das Volleyballteam

  1. Netter Artikel. Ich vertrete aber die Philosophie, dass jeder aus dem Team einen Schirischein haben sollte. Daher gehören Regelheft, Pfeife, Zollstock und Karten zwingend in jede Sporttasche.
    Ich hätte dafür noch Verbandsmaterial aufgeführt. Eine Zange für defekte Pfosten kann auch nie Schaden.

    Ansonsten ist die Aufstellung aber gut.
    Mach weiter so.

    P.S. Beim Foto hättest du wenigstens die aktuelle Auflage vom Regelheft nehmen können. 😛

    1. Hey Steffen,

      vielen Dank!

      Na, umso besser. Wenn alle derart gut ausgestattet sind, hat man noch mehr Platz im Koffer für andere wichtige Dinge. Verbandsmaterial ist auch eine sehr gute Ergänzung! Ich muss gestehen, die aktuelle Auflage des Regelbuches hat bisher noch nicht den Weg zu mir gefunden 🙈

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